5 kubanische Antiterroristen seit 10 Jahren in US-Polithaft

28. Juli 2008

Gegen die Republik Kuba führen seit dem Sieg der Revolution über die Batista-Diktatur im Jänner 1959 alle bisherigen Regierungen der USA gemeinsam mit terroristischen Organisationen von Exilkubanern in Miami einen diplomatischen, medialen und wirtschaftlichen Krieg, begleitet von Terror- und Sabotageaktionen, die bisher das Leben von 3.478 KubanerInnen gefordert haben. US-Präsident G.W.Bush erklärte Kuba zum Schurkenstaat, der die Sicherheit der USA gefährde und den internationalen Terrorismus unterstütze.

Zur frühzeitigen Aufdeckung und Abwehr terroristischen Aktionen gegen Kuba haben 5 kubanische Patrioten die konterrevolutionären Organisationen von Exilkubanern unterwandert und umfangreiches Beweismaterial über geplante Terroraktionen gesammelt. Damit konnten mindestens 170 Anschläge auf kubanische Institutionen und Persönlichkeiten verhindert werden.

1998 übergab die kubanische Regierung dieses Material an den FBI und US-amerikanischen Medien in der Erwartung, dass die US-Behörden weitere Terroraktionen unterbinden und gegen die Terrororganisationen in Miami gerichtlich vorgehen werden. Die Bush-Regierung, die sich als führende Macht im Kampf gegen den Terrorismus brüstet, ist nicht gegen die Miami-Terroristen vorgegangen, sondern ließ am 12.September 1998 die 5 kubanischen Antiterroristen festnehmen und einen Prozess gegen sie inszenieren.

Im Dezember 2001 wurden die 5 Kubaner in Miami zu langjährigen Haftstrafen für Verbrechen, die sie nie begangen haben, für „Verschwörung und Spionage“ bzw. für „Verschwörung zum Mord“ verurteilt:
Gerardo Hernandez zu 2mal lebenslänglich plus 15 Jahren
Ramon Labanino zu lebenslänglich plus 18 Jahren
Antonio Guerrero zu lebenslänglich plus 10 Jahren
Fernando Gonzalez zu 19 Jahren
Rene Gonzalez zu 15 Jahren.

Am 5.Juni 2008 bestätigten die Bundesrichter im 2. Berufungsverfahren in Atlanta die Urteile über Gerardo Hernandez und Rene Gonzalez. Die Strafen für die 3 anderen Kubaner wurden an das Gericht in Miami für ein neues Urteil zurück verwiesen. Wir wissen: in Miami bestimmen die Contras das Geschehen.

Das „Komitee-Austria FREE THE FIVE“ wird solange auf diesen Justizskandal hinweisen, bis den 5 Antiterroristen Gerechtigkeit widerfährt und sie frei gelassen werden. Wir appellieren an die Regierungen und Parlamente der EU-Mitgliedsländer und an die Europäische Union, gegen die Schandurteile zu protestieren: Menschenrechte und Gerechtigkeit sind unteilbar, dies muss auch für die Institutionen der USA gelten.

Kontakt: Komitee-Austria “FREE THE FIVE”, www.cuba.or.at b.oftner@aon.at


Moncada – 26. Juli 1953

27. Juli 2008

(Aus:www.jungewelt.de)

Raúl Castro sprach anläßlich der Feiern zum 55. Jahrestag des Revolutionsbeginns

Kubas Präsident Raúl Castro hat die Bevölkerung der Karibikinsel vor Auswirkungen der weltweiten Energie- und Nahrungsmittelkrise gewarnt. Wegen der »Tatenlosigkeit der Regierungen der reichen Länder sowie der multinationalen Unternehmen« werde es »unvermeidbare Auswirkungen« auf Kuba geben, sagte Castro am Samstag in Santiago de Cuba anläßlich der Feiern zum 55. Jahrestag des Beginns der kubanischen Revolution.

Die Regierung werde sich darum bemühen, die Auswirkungen der internationalen Energie- und Lebensmittelkrise für die kubanische Bevölkerung »auf ein Minimum« zu reduzieren, erklärte Raúl Castro, der unter einem großen Porträt seines Bruders Fidel Castro sprach. Die Bevölkerung müsse sich jedoch daran gewöhnen, daß »sie nicht nur gute Nachrichten« erhalten werde, so der Präsident weiter. Es müsse mehr gespart, mehr gearbeitet und besonders die Produktion von Lebensmitteln effizienter gestaltet werden, sagte der 77jährige vor rund 10000 geladenen Gästen in der Moncada-Kaserne in Santiago de Cuba. Angesichts der hohen Ölpreise müsse vor allem beim Treibstoff gespart werden. Die hohen Lebensmittelpreise treffen Kuba besonders hart, da das Land 84 Prozent der benötigten Nahrungsmittel importieren muß.

Der in einer grünen Militäruniform auftretende Castro kündigte in der landesweit übertragenen 48minütigen Rede an, weiter in die Modernisierung der Armee und die Verteidigung Kubas zu investieren. Dieses Vorhaben sei »unabhängig von dem Ausgang der US-Präsidentschaftswahl« im November. Seit Raúl Castro im Februar zum Nachfolger seines Bruders Fidel gewählt worden war, leitete er mehrere Reformen ein. So dürfen private Bauern mittlerweile brachliegendes staatliches Land bewirtschaften. Auch hob er das Verkaufsverbot für Computer, Fernseher und andere Elektrogeräte auf. Zur Freude vor allem der Jugend werden seit Mitte April zudem Handys frei verkauft.

Castro widmete die Feiern seinem erkrankten Bruder Fidel, der nicht persönlich anwesend war. Der 82jährige Revolutionsführer hatte die Regierungsgeschäfte vor zwei Jahren an seinen Bruder abgegeben und war seitdem nicht mehr öffentlich aufgetreten.

Mit dem Festakt gedenken die Kubaner des Sturms auf die Moncada-Kaserne in Santiago am 26. Juli 1953, mit dem die Revolution auf der Karibikinsel begann. An dem Aufstand gegen die Regierung des Diktators Fulgencio Batista waren Ende der 50 Jahre unter anderem der spätere kubanische Präsident Fidel Castro und der Revolutionär Ernesto »Che« Guevara beteiligt.

In Berlin feierten am Samstag in der Lichtenberger Parkaue einige tausend Menschen ebenfalls den Beginn der kubanischen Revolution vor 55 Jahren. Auch aus dem Ausland waren Gäste angereist, um das Konzert des Kubaners X Alfonso und anderer Bands zu erleben. Im Rahmen der »Fiesta de Solidarid« fand auch eine Podiumsdiskussion mit dem stellvertretende Landwirtschaftsminister Kubas, Aleides López Laprada, und dem Direktor des Agrarbetriebs »Vale del Perú«, Jorge Pérez Benites, statt.

(AFP/AP/jW)


80 Jahre Che

25. Juli 2008

(von Frei Betto, aus: www.jungewelt.de)

Ernesto Guevara, Arzt und Revolutionär, geboren 14. Juni 1928, ermordet 9. Oktober 1967. Eine Geburtstagsbotschaft von Frei Betto
Es ist ihnen nicht gelungen, ihn aus der Welt zu schaffen: Heute ist der Che gegenwärtiger als in den vier Dekaden seines Lebens. Der Feind unternahm alles, um ihn ins Vergessen zu stoßen: Sie zerschnitten seinen Körper und versteckten die Teile an verschiedenen Orten. Sie verbreiteten Lügen über ihn und verboten seine Bücher. Doch der Che erhebt sich wie ein Phönix aus der Asche � in Liedern, Theaterstücken, Filmen, Gedichten, Romanen, Skulpturen und wissenschaftlichen Studien. Sein Bild, das berühmte Foto von Korda, hängt in vielen Häusern.

Als sie merkten, daß sie das Symbol weder in Ketten legen, noch sein Beispiel erschießen konnten, fälschten sie seine Biographie. Zwecklos. Selbst Fußballfans tragen Banner mit seinem Gesicht. Und sie merkten auch, daß dahinter keine Marketingabteilung steckt. Es handelt sich um die spontane Geste derer, die zeigen wollen, daß die Utopie weiterlebt.

Wenn wir heute an das Vermächtnis des Che denken und seinen achtzigsten Geburtstag feiern, müssen wir die Augen auf die besorgniserregende Situation unseres Planeten richten, auf dem der Neoliberalismus herrscht. Vor allem die Jungen werden vom Individualismus und nicht vom gemeinschaftlichen Geist angezogen, dem Wettbewerb und nicht der Solidarität, dem maßlosen Ehrgeiz und nicht dem Kampf für die Abschaffung der Armut.

Man spricht soviel vom Scheitern des Sozialismus in Osteuropa und fast nie vom unvermeidlichen Scheitern des Kapitalismus bei zwei Dritteln der Menschheit, den vier Milliarden Menschen unter der Armutsgrenze.

Angst macht uns auch die Zerstörung der Umwelt. Wenn die Anführer der Welt die Warnung Fidels auf dem Gipfel von Rio 1992 gehört hätten, vielleicht wäre es nicht zu solchen Extremen gekommen: Tsunamis, Tornados, Taifune, Hurrikane, ganz zu schweigen von der globalen Erwärmung, dem Abschmelzen der Polkappen und der Verwüstung ehemalige Urwälder.

Ein Barrel Öl kostet an der Förderstelle zehn Dollar, auf dem Weltmarkt schon mehr als 120. Große landwirtschaftliche Anbauflächen sind inzwischen reserviert für die Ethanolproduktion, sie füttern die Motoren von 800 Millionen Fahrzeugen, aber nicht die 824 Millionen hungrigen Münder auf der Welt. Was ist zu tun angesichts einer Welt, in der die Finanzspekulation die Produktion von Gütern und Dienstleistungen ersetzt hat, in der die Börse als Gradmesser für das Glück der Menschen gilt?

Bolívar müßte über den demokratischen Frühling in Südamerika glücklich sein. Nach dem Zyklus der Militärdiktaturen und neoliberaler Regime wählt die Bevölkerung jetzt Regierungen, die die ALCA (Freihandelszone unter US-Führung) ablehnen, die ALBA (Alternative Wirtschaftsgemeinschaft) gutheißen, den MERCOSUR (Gemeinsamer Markt Südamerikas) stärken, die gegen den Einmarsch in den Irak und das US-Embargo gegen Kuba sind.

Wie können wir die achtzig Jahre Che am besten erinnern? Ich glaube, das beste Geschenk wäre es, eine neue Generation zu sehen, die für eine andere Welt kämpft, in der die Solidarität eine Gewohnheit und keine Tugend ist, Gerechtigkeit eine ethische Forderung und Sozialismus der politische Name der Liebe.

Errichten wir eine Welt ohne Umweltzerstörung, Hunger und soziale Ungleichheit � und dies am Vorabend des fünfzigsten Geburtstags der kubanischen Revolution, die wir nicht als vergangenes Ereignis, sondern als Projekt der Zukunft sehen müssen.

Übersetzung aus dem Spanischen: Timo Berger

Frei Betto ist brasilianischer Befreiungstheologe und politischer Aktivist. Wegen Widerstands gegen die Militärdiktatur in Brasilien war er ab 1969 vier Jahre inhaftiert. Als Autor wurde Betto international bekannt durch sein in den 1980er Jahren erschienenes Buch »Nachtgespräche mit Fidel«.
Textquellen: Ernesto Che Guevara, Ausgewählte Werke in Einzelausgaben, Pahl Rugenstein Nachfolger, Köln 1995; Ernesto Che Guevara: Der afrikanische Traum, Kiepenheuer und Witsch, Köln 2000; Selbstportrait Che Guevara, Kiepenheuer und Witsch, Köln 2005; Paco Ignacio Taibo II: Che, Nautilus, Hamburg 1997

Den Artikel finden Sie unter: http://www.jungewelt.de/2008/06-14/004.php

(c) Junge Welt 2008

http://www.jungewelt.de


Spendengelder für den Umsturz

23. Juli 2008

(aus: www.miami5.de)

Miami Herald, 22. Juli 2008

Spendengelder zur Befreiung Kubas eingefroren
Von Frances Robles

Der Kongress hat die Spendengelder für das 45 Millionen-Dollar-Programm für Kuba von 2008 der U.S. Agency for International Development’s [U.S.-Agentur für internationale Entwicklung, USAID, Anm. d. Ü.] nach einer Reihe von beunruhigenden Bilanzüberprüfungen und Fällen von massiver Unterschlagung auf Eis gelegt, hat „The Miami Herald“ erfahren.
In dem Bestreben um Aufhebung der Zurückhaltung von Spendengeldern ordnete USAID eine gründliche Überprüfung aller ihrer Kuba-Demokratie-Programme an und schloss eine in Miami ansässige Anti-Castro-Exilgruppe, die mindestens 11.000 $ des vom Bund zur Verfügung gestellten Geldes für persönliche Dinge ausgegeben hatte, aus.
Der Repräsentant Howard Berman, D-Calif. [Repräsentant der demokratischen Partei aus Kalifornien, Anm. d. Ü.] ordnete im vergangenen Monat an, die Spendengelder für das U.S.-AID- Kuba-Programm einzufrieren. Damit habe er auf eine Anfang diesen Jahres aufgedeckte Unterschlagung beim „Center for a Free Cuba“ in Washington reagiert, sagten die Beamten.
In einer Notiz, die am Freitag an verschiedene Kongressmitglieder verschickt wurde, sagte Stephen Driesler, der Abgeordnete und Assistent des Administrators für Gesetzgebung und Öffentliche Angelegenheiten, die Agentur habe kürzlich strengere finanzielle Überprüfung eingeführt. Diese neue Überprüfung habe Unregelmäßigkeiten bei der „Grupo de Apoyo a la Democracia“ [Gruppe zur Unterstützung der Demokratie, Anm. d. Ü.], einer Gruppe, die in der Vergangenheit für die Versendung von Nintendo-Spielen nach Kuba aus den Spendengeldern des Bundes kritisiert worden war, aufgedeckt.
Der Geschäftsführer der „Grupo de Apoyo“ gab zu, dass ein Angestellter der Organisation die Kreditkarte über Tausende von Dollar für persönliche Dinge genutzt und sie dann dem hehren Ziel, Demokratie nach Kuba zu bringen, in Rechnung stellt habe, so lautete Drieslers Notiz.
Die finanzielle Unterstützung der Gruppe sei wegen einer weiteren noch anstehenden Überprüfung ausgesetzt und das Geld sei zurück erstattet worden, sagte Driesler. In einem telefonischen Interview weigerte er sich zu sagen, welche Dinge erworben worden waren.
„U.S. AID hat beschlossen, eine sofortige Überprüfung aller Subventionen zu veranlassen, um festzustellen, wo die finanziellen Schwachpunkte sind und wie diese Schwachpunkte am besten anzugehen sind, um das Programm für die Zukunft zu stärken,“ besagte seine Notiz. „Alle Subventionen werden einer Überprüfung unterzogen und je nach Ergebnis dieser Revisionen werden einige Subventionen teilweise ausgesetzt.“
Der Geschäftsführer der „Grupo de Apoyo“, Frank Hernández Trujillo beantwortete die verschiedenen Anfragen zu einem Kommentar nicht.
Die Ankündigung, dass U.S. AID eine gründliche Überprüfung ihres umstrittenen 45 Millionen-Dollar-Programms einführen würde, wird als eine bedeutsame Entwicklung angesehen, die die wachsende Aufsicht des Kongresses über das Programm veranschaulicht.
Ein Bericht der „Cuban-American National Foundation“, der im Mai veröffentlicht worden war, zeigte, dass weniger als 17 Prozent der 65 Millionen Dollar im Fond der Kubahilfe während der letzten 10 Jahre für „direkte Hilfe auf der Insel“ ausgegeben worden waren. Die Hauptmasse des Geldes, besagt der Bericht, sei in akademische Studien und Unkosten der Exilorganisationen geflossen, das meiste davon in Miami und Washington.
Der Bericht wiederholte Ergebnisse von „The Miami Herald“ von 2006 und eine Bilanzüberprüfung des „Government Accountability Office“ [Rechnungshof der Regierung, Anm. d. Ü.] des Kongresses, das eine laxe Aufsicht des Programmes festgestellt habe und das herauskam, da die Bush-Administration eine Einsparung der aufgezeichneten 45,7 Millionen Dollar für Subventionen der Demokratie in Kuba vorbereite.
Ein bedeutsamer Umschwung

In einem bedeutsamen Umschwung ordnete die Bush-Administration in diesem Jahr eine große Änderung für die Subventionen an, mit der sie die Unterstützung internationaler Gruppen gegenüber den Exilorganisationen in Miami begünstigen wolle.
„Ja, wir waren beunruhigt,“ sagte Driesler in einem Interview. „Da wir innerhalb von sechs Monaten Probleme mit zwei Einrichtungen von 11 aktuellen Empfängern der Konzessionen haben, wie Sie sagen. Wir hoffen, dass dies kein Modellfall ist, aber wir legen besser eine Pause ein und sichern das ab.
Wir richten unsere Aufmerksamkeit auf das Beschaffungswesen, indem wir sicher stellen, dass in Rechnung gestellte Ankäufe ausgeliefert werden, dass der Ankaufspreis der Rechnung korrekt und dass der Ankauf im Sinne eines Regierungsprogramms legitim ist.“
Frank Calzon, der Geschäftsführer von „Center for a Free Cuba“ betonte, dass die Unterschlagung von 500.000 $ bei seiner Organisation nicht durch eine Bundesfinanzüberprüfung aufgedeckt worden sei, sondern von Calzon selbst. Er sagte, Berman, der dem „House Foreign Affairs Committee“ [Ausschuss für ausländische Angelegenheiten, Anm. d. Ü.] vorsitzt, habe die Überprüfungen angestoßen, weil er gegen Präsident Bushs Kuba-Politik sei.

Die Politik ist herausgefordert

„Ich denke, jede zusätzliche Aufsicht ist gut, ich habe kein Problem damit,“ sagte Calzon. „Ich würde sagen, dass es einfach politisch motiviert ist. Wenn Herr Berman mit der Kuba-Politik des Präsidenten einverstanden wäre, wäre er nicht auf dieser Suchexpedition.“
Bermans Büro antwortete nicht auf eine telefonische Bitte um einen Kommentar.
Kritiker sagen, AIDs Schritt [ zu mehr Kontrolle] sei nicht weit genug gegangen.
„Diejenigen von uns, die diese Angelegenheit verfolgt haben, sind wegen des Programms alarmiert,“ sagte Sarah Stephens, deren Organisation, „Democracy in the Americas“ sich für eine Änderung der Kuba-Politik einsetzt.
„Wir freuen uns, dass der Kongress jetzt anfängt, Fragen zu stellen und in Anbetracht dessen, was wir über mögliche Korruption und Verschwendung erfahren haben, glauben wir, dass der Kongress diese Spendenaktionen aufhalten und die harte Befragung fortsetzen sollte.“
Deutsch: ¡Basta Ya! (jmb)


Die Bildung in Kuba

22. Juli 2008

Es wird der Eindruck vermittelt, als ob unser Land dasjenige ist, das auf der Welt die meisten Probleme im Bildungswesen aufweist. Alle erhaltenen Agenturmeldungen berichten über viele und schwierige Herausforderungen: ein Defizit von über 8000 Lehrern,  Unhöflichkeit und schlechte Angewohnheiten der Schüler bzw. Studenten, ungenügende Vorbereitung; kurz und gut, Probleme jeder Art. 

 Erstens bin ich der Meinung, dass wir nicht so schlecht dastehen. Keines der entwickelten Länder weist auf diesem Gebiet unsere Schulabschlussraten und die Bildungsmöglichkeiten für alle Bürger auf, trotz der ungerechten Blockade und des unverschämten Raubs von Arbeitskräften der körperlichen und geistigen Tätigkeit und im Bereich des Sports, dem Kuba ausgesetzt ist.   

 Die Vereinigten Staaten und andere reiche Länder können keinen Vergleich mit unserem Land eingehen. Ja, sie haben viel mehr Autos, verbrauchen mehr Benzin, viel mehr Drogen, kaufen mehr unwichtige Dinge und ziehen Nutzen aus der Ausplünderung unserer Völker, wie sie es jahrhundertelang getan haben.

 Der Imperialismus hegt die Absicht, dass die kubanischen Frauen erneut zu einer Ware werden, zu Vergnügungsartikeln und Bediensteten der Reichen. Sie verzeihen den Befreiungskampf der Völker nicht. Sie sehnen sich nach den Jahren, in denen der Eintritt von schwarzen Kubanern in die Freizeiteinrichtungen verboten war. Viele Bürger hatten damals weder eine Anstellung noch Sozialversicherung und ärztliche Betreuung.

 Martí sagte, dass die Freiheit teuer ist, dass man sie um ihren Preis bezahlen muss oder sich damit abfinden müsse, ohne sie zu leben.  Das ist das Dilemma, das alle Kubaner jeden Tag genau überdenken müssen.

 Wieviel ist wahr an den Hoffnungen unserer Feinde? Nur in uns selbst ist die Antwort. Oder können wir uns in der Bildung ebenfalls die Frage stellen, ob die bürokratische Methode, Wissenschaft ohne Bewusstsein zu vermitteln, angewandt wird?  Ich glaube nicht, dass wir in der Entwicklung so weit zurückgefallen sind. Jedenfalls ist es unumgänglich, dass sich jeder diese Frage stellt, um zu verhindern, dass unsere Würde beleidigt wird. Wir können von unseren Feinden keine Gnade erwarten.  

 Es gibt mehrere zehntausend Menschen, die denken, sprechen, handeln und Entscheidungen treffen. In den Händen von ihnen liegen die Maßnahmen, die jeden Tag getroffen werden.

 Schenken wir unseren Feinden Aufmerksamkeit und tun genau das Gegenteil, was sie von uns wollen, um die zu bleiben, die wir sind.

 Es wird an unser Bewusstsein apelliert. Die Revolution fordert von uns allen, und mit Recht, mehr zu arbeiten, das heißt zu arbeiten! Wir haben 50 Jahre standgehalten. Die neuen Generationen sind viel besser vorbereitet; wir haben das Recht darauf, von ihnen viel mehr zu erwarten. Lassen wir uns nicht durch die Nachrichten der Feinde entmutigen, die den Sinn unserer Worte verdrehen und unsere Selbstkritik als Tragödien darstellen. Der Quell der revolutionären Ethik ist unerschöpflich!

 Fidel Castro Ruz

19. Juli 2008


Auszeichnung für Soli Brigade

20. Juli 2008

Unsere Soli Brigade, die im April des heurigen Jahres in Holguin begonnen hat, ein Waisenhaus zu sanieren, ist vom Erziehungsministerium ausgezeichnet worden. Die Brigade sanierte 14 Tage lang ein desolates Waisenhaus mit Geldern, die zum Großteil von Erich Gupfinger, einem ehemaligen Mitarbeiter der Arberterkammer Oberösterreich, gespendet wurden. Gupfinger verzichtete anlässlich seiner Pensionierung auf Geschenke und regte statt dessen seine Freunde an, für ein Solidaritätsprojekt zu spenden. Die erhebliche Summe, die dabei herausgekommen ist, wurde nun in den Start des Sanierungsprojekts gesteckt.


Daniel Ortega ehrt Che Guevara und Erich Honecker

20. Juli 2008

(Redglobe, Freitag, 18. Juli 2008)
29 Jahre Sandinistische Revolution Mit zahlreichen internationalen Ehrengästen begann die Regierung Nicaraguas den 29. Jahrestag des Sieges der Sandinistischen Revolution. Am 19. Juli 1979 waren die Kämpferinnen und Kämpfer der Sandinistischen Befreiungsfront (FSLN) siegreich in die Hauptstadt Managua eingezogen, nachdem der Diktator Somoza geflohen war. Zu den Ehrengästen gehören die Witwe und Tochter Ernesto Che Guevaras, Aleida March und Aleida Guevara, die Witwe des DDR-Staatsoberhauptes Erich Honecker, Margot Honecker, der Enkel des 1973 blutig gestürzten chilenischen Präsidenten Salvador Allende, Gonzalo Allende, sowie die Geschwister von Ches Mitkämpfern in Bolivien.

Aleida March und Margot Honecker erhalten aus den Händen von Nicaraguas Präsident Daniel Ortega den Orden „Rubén Darío“ für kulturelle Unabhängigkeit, wie die Koordinatorion des Rates für Kommunikation und Bürgerschaft der nicaraguanischen Regierung (und Lebensgefährtin des Präsidenten), Rosario Murillo, ankündigte. Aleida March wird für ihr Werk „Mi Vida Junto Al Che“ (Mein Leben mit Che) ausgezeichnet, das weltweite Anerkennung gefunden habe, so Murillo. Erich Honecker, den früheren Generalsekretär des ZK der SED und Vorsitzende des Staatsrates der DDR, würdigte Murillo mit den Worten, er sei – ebenso wie seine Ehefrau Margot – eine mit dem freien Volk Nicaraguas solidarisch und liebevoll verbunde Persönlichkeit gewesen, die das sandinistische Nicaragua immer unterstützt habe.

Mit der Ehrung für Honecker erinnert Ortega an die solidarische Unterstützung der DDR für das sandinistische Nicaragua. Zahlreiche Solidaritätsbrigaden aus der DDR unterstützten den Aufbau des neuen Nicaragua auch gegen die US-Aggression der Contra-Banden, während die westdeutsche Bundesregierung der sandinistischen Regierung Aufbauhilfe verweigerte und sich der von Washington ausgehenden Hetze gegen das freie Nicaragua anschloss. Es ist sicherlich auch kein Zufall, dass dieser Solidarität des 1990 geschluckten anderen deutschen Staates gerade jetzt gedacht wird – wenige Wochen, nachdem die Bundesregierung die Einstellung der Entwicklungshilfe für Nicaragua angekündigt hat. Begründet wird dies von der Bundesregierung mit der „Korruption“ unter der sandinistischen Regierung – ein Umstand, der unter den früheren, neoliberalen Regierungen die Berliner Regierenden nicht gestört hatte.

Weitere Ehrengäste zu den Feierlichkeiten am 19. Juli sind Venezuelas Präsident Hugo Chávez, der aus Bolivien kommend in Managua die zweite Station seiner internationalen Rundreise macht, die ihn auch nach Spanien, Portugal, Belarus und Russland führen wird. Auch Familienangehörige der fünf in US-amerikanischen Gefängnissen inhaftierten Kubaner werden in Nicaragua erwartet.

Quellen: El Pueblo Presidente, La Voz del Sandinismo / RedGlobe


Kuba gegen St. Pauli 0:7

20. Juli 2008

7:0 für St. Pauli – Kubanische Nationalmannschaft trotzdem in Hamburg gefeiert (Redglobe, Samstag, 19. Juli 2008)
Gut gefülltes Stadion am MillerntorVor knapp 17.000 Zuschauerinnen und Zuschauern besiegte gestern der Zweitligist FC St. Pauli im Stadion am Millerntor in Hamburg die kubanische Fußball-Nationalmannschaft mit 7:0. Während sich die Hamburger Spieler mit guter Chancenverwertung für einen Stammplatz in der Mannschaft bewarben, enttäuschten die Kubaner durch eine schwache Abwehr und einen harmlosen Angriff, trotz einiger guter Chancen wie unmittelbar nach Spielbeginn, als der Ball nur den Pfosten des Hamburger Tores traf. Letztlich spielte aber das Ergebnis keine Rolle, denn auch die Hamburger Fans feierten die Gäste aus der Karibik mit lauten „Cuba, Cuba“-Rufen, Che Guevara-Fahnen wehten ebenso in den St. Pauli-Blocks wie im gesamten Rund des Stadions.

Vor Beginn des Spiels hatten rund 3.000 Fans die offizielle Eröffnung der neuen Südtribüne des Stadions verfolgt. Während St. Pauli-Legende Harald Stender und FC-Youngster Dennis Daube begeistert gefeiert wurden, musste die Zweite Bürgermeisterin Christa Goetsch gegen lautstarke Pfiffe anreden – eine Quittung dafür, dass ihre Grünen mit der CDU eine Koalition gebildet und reihenweise Wahlversprechen gebrochen haben.

Im Stadion wurden dann, wie es sich für ein „Länderspiel“ gehört, für beide an der Mittellinie aufgereihte Teams die Hymnen gespielt: „Hasta siempre, Comandante Che Guevara“ für die Kubaner und „Herz von St. Pauli“ für die Gastgeber. In der Halbzeitpause bedankte sich dann die vor drei Jahren nach dem Cuba-Trainingslager des FC St. Pauli gegründete Solikampagne „Viva con Agua de St. Pauli“ für 300.000 Euro, die seither an Spenden gesammelt wurden.

Merkwürdig verhielt sich der Verein hingegen gegenüber den Cuba-Soligruppen. So wurde dem Netzwerk Cuba untersagt, ein Flugblatt zu verteilen, weil es die Koordination der Soligruppen gewagt hatte, neben der kubanischen Fahne auch das Vereinslogo des FC St. Pauli zu verwenden.


U.S.-amerikanische Persönlichkeiten sprechen sich für humanitäre Visa für Olga und Adriana aus

18. Juli 2008

 aus:www.miami5.de Antiterroristas.cu, 16. Juli 2008

Gayle McLaughlin, Bürgermeisterin von Richmond, Kalifornien:
„Ich habe dringend darum gebeten und werde das Außenministerium weiter darum bitten, die humanitären Visa für Adriana Pérez und Olga Salanueva zu gewähren, damit sie ihre jeweiligen Ehemänner Gerardo Hernández und René González in U.S.-Gefängnissen besuchen können.
Es gibt keinen zu rechtfertigenden Grund dafür, diesen Familien das Besuchsrecht zu verweigern, und es ist ein Verstoß gegen ihre humanitären Grundrechte, es doch zu tun.

Gayle McLaughlin
Oberst der U.S.-Armee, i.R., Larry Wilkerson

Wenn es nur etwas Menschenfreundlichkeit in der derzeitigen U.S.-Führung gibt, wenn es dort tatsächlich irgendeine Anerkennung der Würde des einzelnen Menschen gibt, dann muss es eine Anerkennung dessen geben, dass diesen Frauen, Adriana Pérez und Olga Salanueva, erlaubt sein sollte, ihre Ehemänner zu besuchen.
Dies ist eine einfache Menschenfreundlichkeit. Es ist schwierig für mich zu glauben, dass es solche Menschenfreundlichkeit in Amerikas Führung nicht mehr gibt.
Und überhaupt, warum haben wir Angst vor zwei Frauen, die nach einem Jahrzehnt der Trennung ihre Ehemänner wiedersehen möchten?

Larry Wilkerosn
Havanna, Kuba, 16. Juli (acn) Das Internationale Solidaritätskomitee mit den fünf kubanischen antiterroristischen Kämpfern, die unrechtmäßig in den Vereinigten Staaten gefangen gehalten werden, bat am Dienstag das US-Außenministerium dringend darum, Adriana Pérez und Olga Salanueva, den Ehefrauen von Gerardo Hernández und René González – zwei der Cuban Five, als die sie international bekannt sind, Visa zu gewähren.

Während einer Pressekonferenz in Havanna beklagte Graciela Ramírez, die Präsidentin des Komitees, dass die U.S.-Regierung die Familienbesuche der Cuban Five in einem eindeutigen Verstoß gegen U.S.- und internationale Gesetze, die diese Art der Besuche auf monatlicher Basis beinhalten, behindere.
Olga und Adriana wurden bei 8 Gelegenheiten die Visa verweigert und beim letzten Mal im vergangenen September 2007, neun Jahre nach der Inhaftierung von Gerardo, René, Antonio Guerrero, Ramon Labañino und Fernando González, antikubanische Extremistengruppen in Südflorida infiltrierten, die Terroranschläge gegen Kuba organisiert und ausgeführt haben.
Zu der weitergehenden internationalen Kampagne für die Freilassung der Cuban Five gehört, dass eine Internationale Kommission für das Recht auf Familienbesuche Postkarten mit Fotos der beiden Paare an die U.S.-Außenministerin Condoleezza Rice schickt, damit beiden Frauen Visa für den Besuch ihrer Ehemänner gewährt werden.

Die Kommission besteht aus über 100 Persönlichkeiten aus 27 Ländern. Ihr gehören Nobelpreisträger wie Rigoberta Menchu und Adolfo Esquivel als auch die frühere französische First Lady Danielle Mitterand an.
Die internationale Kampagne besteht aus Aktionen in 15 Städten in 12 US-amerikanischen Staaten sowie in Ländern wie unter anderen Deutschland, Peru, Italien und der Schweiz.

Deutsch: ¡Basta Ya! (jmb, db)


Fusion schafft Braugiganten – was hat Kuba damit zu tun ?-)

17. Juli 2008

(aus der Jungen Welt vom 16.07.08) Der US-Traditionsbrauer Anheuser-Busch (»Budweiser«) wird vom belgisch-brasilianischen Konkurrenten Inbev (»Beck’s«, »Stella Artois«) geschluckt. Damit wird unter dem Namen Anheuser-Busch Inbev der weltgrößte Brauereikonzern mit 300 Marken entstehen. Die Unternehmen teilten am Montag mit, die Kaufsumme für den US-Brauer betrage 52 Milliarden Dollar. Zusammen verkaufen die beiden Konzerne zur Zeit 460 Millionen Hektoliter Bier und erzielen einen Umsatz von 36 Milliarden Dollar pro Jahr. Das Übernahmeangebot für Anheuser-Busch war in dessen Stammsitz Missouri auf heftigen Widerstand gestoßen. Der Gouverneur des US-Bundesstaates, Matt Blunt, nannte die Aussicht auf den Anheuser-Kauf durch einen ausländischen Konzern »zutiefst besorgniserregend«. Der US Konzern bediente sich in seinem Abwehrkampf auch des Helms Burton Gesetzes, dass keinem Konzern auf der Welt eine Beteiligung an einem kubanischen Unternehmen erlaube (etgegen allen Regeln des Völkerrechts). Der europäische Konzern halte aber Anteile an der kubanischen Bucanero Brauerei in Holguin, dem zweitgrößten Bierproduzenten Kubas. Und so sagen boshafte Stimmen, Kuba habe begonnen, US Konzerne aufzukaufen ;-) Saludos !