Containerbeladung neuerlich verschoben: auf 6. Dez

27. November 2008

bandera-frotando_03Die Geschichte dieses Containers ist wahrlich nicht einfach. Wir haben zur Zeit noch immer keine Freigabe von Transcargo an die Reederei, also gibt es auch keinen Container. Wir müssen die ganze Geschichte nochmals um eine Woche auf Samstag den 6. Dezember verschieben. Bitte diesen Termin freihalten (Tut mir sehr leid, aber dieses Desaster habe nicht ich, sondern die verantwortlichen Cubaner zu verantworten) Ich werde bei meinem Aufenthalt vom 5. Dez bis 21. Jänner nach Havanna fahren und versuchen herauszubringen, wo sich der Knoten befindet. Da ich wie gesagt am Donnerstagnacht nach Frankfurt fahre, ersuche ich Blecki die weitere Organisierung zu übernehmen.
Ich habe soeben die Botschaft in Wien und ICAP Havanna von der Lage unterrichtet und hoffe, daß es noch zu einem guten Ende kommen wird; nach meiner Rückkehr werde ich berichten und auch überlegen, wie und ob wir weitermachen können.
Morgen, Freitag, werden Doris, Blecki und ich die Frachtliste fertig machen, so daß der Container, sollte er doch noch rechtzeitig kommen, am 6. Dezember eingeladen werden kann. Ich ersuche euch, mir oder Blecki Bescheid zu geben, mit wem wir am 6.12. rechnen können.

Solidarische Grüsse,

Stefan Krenn


Reflexionen des Genossen Fidel: STELLA CALLONI

25. November 2008

castroIhr Buch „Operation Condor”  klagt eine Reihe von grausamen Verbrechen an, die vor kurzer Zeit von den USA gegen Völker Lateinamerikas verübt wurden, und stellt einen klassischen Text dar, um zu verstehen, was Yankee-Imperialismus bedeutet. Es ist die sachlichste und eine bis in Details begründete Anklage, die ich bis jetzt gelesen habe; in Stil und Redegewandtheit unübertreffbar. Es beeindruckt die Aufzählung von herausragenden Persönlichkeiten, Militärs und Zivilisten, die im In- oder Ausland niederträchtig ermordet wurde; darunter Männer der Kirche wie  der Erzbischof aus El Salvador,  Oscar Arnulfo Romero;  die chilenischen Generäle Schneider und Prats bzw.  Präsidenten anderer Länder. Die Verschwörung  in Chile führte am Ende zum  Tod von Salvador Allende  und zur Errichtung einer faschistischen  Regierung. Es gab US-Präsidenten, die direkt darin verwickelt waren, so zum Beispiel, Nixon, Reagan und Bush Senior. In unserem Land ist Stella durch dieses Buch bekannt.

 Was mich vor einigen Tagen erneut auf die argentinische Schriftstellerin aufmerksam machte, war ihr Vortrag auf der internationalen Konferenz „Revolution und Intervention in Lateinamerika“, die in Caracas stattfand. Sie schickte uns eine Kopie davon.

 Sie spricht über die stille Invasion an allen Fronten: Die Waffen der Desinformation, die Neokolonialisierung in Lateinamerika, “der Hinterhof” als „strategische Reserve“ des Imperiums, der operative Gegenaufstand, die  “weichen” Schläge,  Informationsverseuchung, Linksgruppierungen zusammen mit Sektoren der extremen Rechten agierend, die den Staatsstreich wollen; der mächtige Feind, der absichtlich die Seele der Völker, ihre Kultur und Identität angreift; koloniale Vorhut und verspäteter Kolonialismus.

 Die Autorin erinnert uns daran, dass der brutalen Invasion in Panama vom 20. Dezember 1989 eine Kampagne  falscher Informationen vorausging, wodurch es in diesem Fall gelang,  in fortschrittliche  und linke Sektoren einzudringen;    manipulierte Informationen über die Gründe, mit denen die USA die Invasion des kleinen Landes mit knapp  2 Millionen  Einwohnern zu begründen suchte –das Land  ist durch eine koloniale Enklave geteilt, die von der  vorherrschenden Macht seit Anfang des vorigen Jahrhunderts aufrecht erhalten wurde– eine unglaubliche und rohe Invasion. Noch heute ist es schwer zu verstehen, wie Lateinamerika dadurch gelähmt wurde. Bis in die Gegenwart – vermittelt sie uns – wird ignoriert, dass Tausende von Menschen ums Leben gekommen sind. „Panama war das Guernica Amerikas“.

 Des Weiteren fügt sie hinzu, dass die Vereinten Nationen „bei allen solchen Konflikten nur auf dem Papier eine Rolle gespielt haben”.

 Al Qaeda, die aus den eigenen Eingeweiden des Imperiums hervorgegangen ist, ist ein typisches Beispiel eines Feindes, der von der vorherrschenden Macht beliebig platziert wird, wo sie ihn gerade braucht, um ihre Aktionen zu rechtfertigen. Genauso hat sie in ihrer ganzen Geschichte Feinde und Terroranschläge fabriziert, um ihre Herrschaftspläne zu begünstigen.

 Der Vorwand der nationalen Sicherheit der Vereinigten Staaten zur Rechtfertigung ihrer verbrecherischen Aktionen wurde schon lange vor den Terroranschlägen des 11. Septembers 2001 und dem folgenden Einsturz der Twin Towers ersonnen.

 In diesem Stile führt die Autorin weiter unumstößliche Argumente und Beweise auf knapp 20 Seiten eng zusammengefasst an. Sie bringt den revolutionären Prozessen aufrichtige Bewunderung entgegen, die in Kuba und Venezuela stattfinden, sowie für den mutigen Kampf beider Länder so nahe an der neokolonialen Metropole.

Um den Sinn dieses Kampfes zu verstehen, möge es genügen, einige der von Präsident George W. Bush ausgesprochenen Sätze in Erinnerung zu bringen, dem nur noch 58 Tage als Chef des Imperiums bis zur Vollendung seines Mandats bleiben.

 Inmitten der Krise, die die Welt geißelt, hat er auf dem in Lima stattgefundenen APEC-Gipfel erklärt:

             „Für mehr als ein Jahrzehnt hat der freie Markt bewiesen, ein effizienter Weg zu sein.

Das wirtschaftliche Wachstum in der Region könnte unbegrenzt sein, soweit es sich um die freien Länder handelt. Jedes Land, das ehrlich zu seinem Volk sei, kann sich auf die Unterstützung der Vereinigten Staaten verlassen.

 Unsere Partner können sicher sein, dass die mitfühlende Agenda der Vereinigten Staaten aufrechterhalten bleibt.

          Wir werden die Welt auch weiterhin inspirieren. Gott segne Euch alle.“

 Man muss schon ein unheilbarer Zyniker sein, um solche Behauptungen zu vertreten. Während er dies in Lima kundtat, kamen aus den Vereinigten Staaten Nachrichten über die Schwere der Krise und die zunehmende Zahl von Arbeitslosen.

Die Unternehmen der Autoindustrie forderten dringlich einen Teil der 700 Milliarden US-Dollar ein, die bereitgestellt wurden, um der seit Jahrzehnten schwersten Krise zu begegnen. Sie versichern, dass allein der Konkurs eines der Großunternehmen dieses Sektors die Entlassung von zweieinhalb Millionen Arbeitern verursachen würde. Das sind astronomische Summen von Geldern und Betroffenen in einem Land, das danach strebt, den Markt weiterhin zu inspirieren.

Kompliziert sind  die Wahlen  heute in Venezuela aufgrund der durch den Regen hervorgerufenen Situation, der Anzahl von Wahllokalen, der hohen Anzahl  eingetragener Wähler in diesen Lokalen sowie den Einsatz von Medien und reichlich Geld, zur Verfügung gestellt durch die  Oligarchie und den Imperialismus,  um die Wähler zu verwirren. Aber die bolivarianische Regierung handelt mit Würde. Sie kümmert sich um die durch den starken Regen entstandenen Schäden und kämpft mit der Standhaftigkeit und Entschlossenheit, die die gerechte Sache inspirieren.

Wie das Wahlergebnis für die lokalen oder regionalen Ämter auch ausfallen wird, es wird nicht einfach sein, die einmal entfachte Flamme der Revolution auszulöschen.

 Wir glauben eher an die Wahrheiten von Calloni als an die zynischen Lügen von Bush.

         Fidel Castro Ruz

        23. November 2008


Auswirkungen der Blockade: Siemens AG verweigert Hilfe

25. November 2008

scharflinksVon Reinhold Schramm in: www.scharf-links.de vom 25.11.2008

Wie die Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba e.V., Köln, in ihrer Oktoberausgabe „Cuba kompakt“ informierte, verweigerte Siemens die Reparatur einer Bestrahlungskammer neuester Technologie. So konnten die Krebskranken nicht behandelt werden. Siemens begründete die Ablehnung damit, dass die Ersatzteile aus den USA stammen und man nicht über eine Exportlizenz dieses Landes verfüge.
„Cuba kompakt“ informierte auch über die Weigerung von US-Firmen, für ein Entwicklungsprogramm gegen AIDS, Geräte zur Diagnostik und Behandlung von positiv Getesteten und Erkrankten an Kuba zu verkaufen.
So hat die Wirtschafts- und Handelsblockade gegen die kubanische Bevölkerung im Zeitraum von Mai 2007 bis April 2008 allein im kubanischen Gesundheitswesen mehr als 25 Millionen Dollar gekostet.
Die Wirtschaftsblockade der US-Administration spielt bewusst mit dem Leben von Kindern und Kranken. So war es unmöglich, entsprechende Katheter für Herzoperationen und Technologie zu erwerben, um angeborene Herzfehler zu beheben. So weigerte sich das Unternehmen Boston Scientific y Ampatzer entsprechende Technologie an Kuba zu verkaufen. Das habe dazu geführt, dass die Warteliste der Kinder, an denen eine Operation am offenen Herzen durchgeführt werden muss, immer länger geworden ist, mit allen damit verbundenen Risiken für die Gesundheit und die Lebenserwartung dieser Kinder.


Interview mit Kubanischer Botschaftssekretärin in BRD

25. November 2008
http://www.jungewelt.de/

http://www.jungewelt.de/

Gespräch mit Deborah Azcuy Carrillo in der „Junge Welt“ vom 24.11.2008 über Kuba und die deutsche Presse, über ihre Arbeit als Diplomatin in Berlin. Und darüber, warum ihr Land keine Frauenquote braucht. – Auch für österreichische KubafreundInnen interessant:
Interview: Claudia Wangerin

serveimageDeborah Azcuy Carrillo hat drei Jahre lang als I.Sekretärin der Botschaft der Republik Kuba in Berlin das Büro für Presseangelegenheiten geleitet und war Ansprechpartnerin für die Kuba-Solidaritätsgruppen in Deutschland. Am Montag kehrte sie nach Havanna zurück, um künftig im Außenministerium zu arbeiten.

Sie sind seit September 2005 I. Sekretär der kubanischen Botschaft in Berlin. Jetzt kehren Sie vorerst in Ihre Heimat zurück. Mit welchen Gefühlen?

Ein gutes Gefühl gibt mir das Ansehen, das Kuba in den letzten drei Jahren weltpolitisch hinzugewonnen hat. Kuba wurde zum Beispiel als Mitglied des Rates für Menschenrechte der Vereinten Nationen gewählt – ebenso für den Vorsitz der Organisation der blockfreien Staaten. Seit 2005 hat auch die Resolution zur Aufhebung der Wirtschafts-, Finanz- und Handelsblockade der USA gegen Kuba bei den Vereinten Nationen weitere Unterstützer gewonnen. Diese Resolution wird von Kuba seit 17 Jahren alljährlich zur Abstimmung gestellt – und außer den USA und Israel stimmte zuletzt nur noch die Inselgruppe Palau dagegen. Das zeigt, wie sehr sich die USA mit dieser Blockadepolitik selbst isolieren – und daß Kuba seine Isolation durchbrochen hat. Das Ansehen Kubas nimmt zu, trotz gegenteiliger Bemühungen der US-Regierung. Wir genießen heute mehr Respekt in der internationalen Staatengemeinschaft als noch vor wenigen Jahren.

Werden auf Kuba selbst nicht ganz andere Dinge für Sie im Vordergrund stehen?

Sicher, wir hatten ja eine Naturkatastrophe, deren Auswirkungen ich von hier aus nur über die Nachrichten verfolgen konnte. Kuba hat in diesem Jahr die schlimmste Hurrikansaison seit 60 Jahren erlebt. Ende August den Hurrikan Gustav und Anfang September – also nur acht Tage später – den Hurrikan Ike. Die Schäden sind erheblich, umgerechnet über acht Milliarden Dollar, über 440000 Wohnungen sind beschädigt, davon 60000 vollkommen zerstört.

Das ist keine leichte Situation – aber nachdem wir so viele Jahre der Blockadepolitik überstanden haben, bin ich zuversichtlich, was den Wiederaufbau betrifft. Ich freue mich auch persönlich darauf, dabei als ganz normale Kubanerin wieder mit anzupacken. Deshalb kehre ich mit viel Energie und Elan zurück.

Gibt es Orte, von denen Sie befürchten, daß Sie sie wegen der Verwüstungen erst mal nicht wiedererkennen?

Pinar del Rio zum Beispiel, die westlichste Provinz. Dort gab es erhebliche Schäden, über 160000 Wohnungen sind ganz oder teilweise zerstört. Das ist natürlich traurig – aber ich habe in den Nachrichten verfolgen können, wieviel dort jetzt gebaut wird, daß Menschen aus anderen Provinzen helfen und auch bekannte Persönlichkeiten dorthin fahren, um sich mit den Menschen zu unterhalten und sie zu unterstützen. Auch die Isla de Juventud – die »Insel der Jugend« – ist zerstört. Das sind zwei Orte, die ich sehr liebe – und die sehr unter der Hurrikankatastrophe gelitten haben. Da möchte ich hin, um zu helfen, falls ich delegiert werde.

Wie sind die Arbeitsbrigaden organisiert, die beim Wiederaufbau helfen? Schickt zum Beispiel das Außenministerium seine Mitarbeiter jeweils im Wechsel für ein paar Wochen dorthin?

Nein, man fährt als Freiwillige oder als Freiwilliger mit den Massenorganisationen, wie zum Beispiel dem Frauenverband. Und die Freiwilligen kommen aus allen Provinzen. Das zeigt auch, wie viele Menschen aktiv hinter dem revolutionären Prozeß stehen und welche Bedeutung die Solidarität hat.
Als Leiterin des Büros für Presseangelegenheiten haben Sie Ihr Land in einem nicht gerade befreundeten Staat repräsentiert. Was haben Sie in dieser Funktion nach außen tragen können und was war aus Ihrer Sicht in der deutschen Öffentlichkeit schwer vermittelbar?

Mit war es wichtig, mehr Respekt in der Berichterstattung zu erreichen, in der natürlich Platz für Meinungsunterschiede sein muß – aber eben auch Respekt vor den Konsequenzen, die das kubanische Volk selbst aus seiner Geschichte gezogen hat, und was es heute trotz eigener Schwierigkeiten an internationaler Hilfe leistet. Nach dem schweren Erdbeben in Pakistan im Jahr 2005 haben zum Beispiel kubanische Ärzte dort gearbeitet, was hier weitgehend unbekannt geblieben ist. Über 37500 Kubanerinnen und Kubaner nehmen als Ärztinnen und Ärzte, Krankenpflegerinnen und Krankenpfleger freiwillig an solchen Auslandseinsätzen in Afrika, Asien und Lateinamerika teil. Insgesamt in über 70 Ländern. Hinzu kommen Technikerinnen und Techniker, Lehrerinnen und Lehrer – also gut ausgebildete junge Menschen, die nach der Revolution geboren sind. Das sind Tatsachen, die häufig unterschlagen werden, wenn hier über Kuba berichtet wird. Nach drei Jahren hat aber meines Erachtens die Zahl der Journalisten zugenommen, die dafür ein offenes Ohr haben. Ich würde mir allerdings immer noch von vielen Medien mehr Recherche und weniger Einseitigkeit wünschen. Die Revolution besteht seit fast 50 Jahren – trotz der beschwerlichen Auswirkungen der Blockade auf den Alltag –, weil die überwiegende Mehrheit der Kubaner dahinter steht. Anders könnte sie unter diesen Bedingungen gar nicht überleben.

Wonach wurden Sie in den letzten Jahren von deutschen Medienvertretern am häufigsten gefragt?

Am häufigsten gefragt wurde ich nach der Zukunft Kubas – danach, was sein wird, wenn die führenden Persönlichkeiten der Revolution nicht mehr unter uns sind. Die Revolution wird immer noch viel zu oft an einer Person festgemacht. Die Befürchtung, daß der kubanische Sozialismus ohne diese Personen nicht überlebt, kommt nicht nur von unseren Gegnern, sondern auch von Medienvertretern, die uns durchaus mit Respekt begegnen. Früher war das Fidel Castro – jetzt ist es sein Bruder Raúl Castro. Die Medien haben, gewollt oder ungewollt, Personenkult betrieben, indem sie es immer so dargestellt haben, als sei Kuba das Land von Fidel Castro; und jetzt das Land von Raúl Castro. Aber Kuba ist viel mehr.

Daß das sozialistische Kuba besteht, weil das Volk es mehrheitlich so will, wird in Deutschland noch nicht verstanden. Dazu müßte man sich die Frage stellen: »Warum existiert dieser Staat seit 50 Jahren?« David könnte nicht vor Goliath bestehen, wenn der Wille nicht da wäre.

Wie würden Sie in wenigen Sätzen das Bild beschreiben, das in den deutschen Massenmedien von Kuba gezeichnet wird?

Es war eine sehr interessante Erfahrung, alltäglich mit diesem Bild konfrontiert zu werden – einem Bild, das meist nicht sehr positiv ist und oft nicht mit der Realität übereinstimmt. Allerdings basiert diese Einseitigkeit oft auf Unwissen, deshalb würde ich sie nicht jedem einzelnen Journalisten vorwerfen. Es gibt positive Ausnahmen, aber die Grundtendenz in der Berichterstattung ist immer noch, Kuba als Schurkenstaat darzustellen. Wenn man nicht umhin kommt, auch die positiven Aspekte zu erwähnen, werden sofort die Klischees ausgepackt. Eines dieser Klischees ist bekanntlich, daß es keine Demokratie gibt – und das trotz unseres aktiven Wahlrechts ab 16.

Gibt es Zeitungen oder Fernsehsender, denen Sie journalistische Fairness gegenüber Kuba bescheinigen würden, oder sind das außerhalb der linken Presse eher nur einzelne Journalisten bzw. einzelne Veröffentlichungen?

Ich habe schon aufgeschlossene Journalisten aus Kuba zurückkehren sehen, die dann sagten: »So böse ist das Land ja gar nicht«. Einige waren sogar begeistert und positiv überrascht, nachdem sie das hier verbreitete Zerrbild mit der Realität vergleichen konnten. Dieser Austausch ist für uns wichtig. Er wird aber auch durch die vielen Touristen gefördert, die Kuba besuchen und mit eigenen Augen sehen, wie es wirklich ist. Manche fliegen öfter dorthin und können so über Jahre hinweg die Fortschritte verfolgen.

Tun sie das denn auch oder nehmen sie eher nur die schönen Strände wahr?

Immer mehr Touristen entscheiden sich bewußt für Kuba als Reiseziel; aus Interesse an diesem Land und am revolutionären Prozeß. Aber es gibt natürlich verschiedene Arten von Tourismus auf Kuba, vor allem der Familientourismus nimmt zu. Es gibt auch Kultur-, Event- und Gesundheitstourismus. Die Touristen kommen nicht nur wegen der schönen Strände. Die gibt es schließlich auch in anderen Ländern der Karibik wie etwa der Dominikanischen Republik. Im Unterschied dazu kann man aber auf Kuba noch andere Beobachtungen machen. Nämlich, wie sich eine Gesellschaft entwickelt, die trotz aller Probleme ein Maximum an sozialer Sicherheit für alle gewährleistet. Und das wird von vielen anerkannt. Die Zahl der Freunde Kubas in der BRD steigt.

Sie waren nicht nur Ansprechpartnerin der Botschaft für die Presse, sondern auch für die Kuba-Solidaritätsgruppen in Deutschland. Haben diese Gruppen in den letzten Jahren Zulauf?

Die genaue Zahl der Aktiven kenne ich nicht, weil sie in 43 unterschiedlich strukturierten Gruppen tätig sind. Aber viele der Kuba-Reisenden engagieren sich oder spenden im Katastrophenfall für Kuba, wie zuletzt nach den Hurrikans Gustav und Ike. Die Solidaritätsbewegung ist seit den 90er Jahren auch qualitativ gewachsen und politisch bewußter geworden.

Wodurch hat sich dieses Bewußtsein entwickelt?

Damals hat die Solidaritätsbewegung vor allen Dingen versucht, uns durch Spendensammlungen zu helfen, weil unsere wirtschaftliche Situation direkt nach dem Verlust unserer Partner nach dem Ende der Sowjetunion und der RGW-Staaten besonders schwierig war. Wir wissen auch heute noch sehr zu schätzen, was die Solidaritätsbewegung damals geleistet hat. Heute nimmt sie darüber hinaus eine wichtige Vermittlerrolle in der Öffentlichkeit ein. Es ist die Solidaritätsbewegung, die aufsteht, wenn Unwahrheiten über Kuba verbreitet werden. Und sie verbreitet die Informationen, die sonst unterschlagen werden.

Was sind Ihrer Meinung nach die wichtigsten Beispiele für diese Vermittlerrolle?

Die Mauer des Schweigens um die fünf Mitarbeiter der kubanischen Terrorabwehr, die in den USA zu Unrecht im Gefängnis sitzen, wurde von der Solidaritätsbewegung gebrochen. Sie bringt die Forderung nach Gerechtigkeit für die fünf an die Öffentlichkeit, die sonst kaum eine Chance hätte, überhaupt von diesen Männern und ihrer Inhaftierung zu erfahren.

Auch die internationale Buchmesse in Havanna ist ein Projekt, das von der Solidaritätsbewegung vorangetrieben wird. In dieser Bewegung engagieren sich Menschen, die Kuba verstanden haben und dies weiter vermitteln. Darüber hinaus gibt es weiterhin ein hohes Spendenaufkommen. Nicht nur bei Katastrophen wie den Hurrikans Gustav und Ike, sondern auch über das gesamte Jahr hinweg für bestimmte Projekte.

Durch Ihren Kontakt zu den Solidaritätsgruppen kennen Sie die deutsche Linke – nicht nur die Partei gleichen Namens – und auch die Diskussion über das vorläufige Scheitern des Realsozialismus in Deutschland. Der kubanische Sozialismus hält sich nun trotz der Blockade schon einige Jahre länger als die DDR. Worin sehen Sie die Ursachen dafür?

Wie ich schon sagte, das kubanische Volk hat diesen Weg selbst gewählt. Es hat sich selbst befreit und weiß, was es zu verlieren hat. In Deutschland war ja die Situation nach dem Krieg völlig anders.

Kuba könnte dem äußeren Druck nicht standhalten, wenn die Mehrheit der Bevölkerung nicht dazu motiviert wäre. Trotz der Probleme, die es bei uns gibt – Kuba ist ein Land, das sich nicht unter normalen Bedingungen entwickelt. Seit mehr als 46 Jahren wird eine unmenschliche Blockade ausgeübt. Das ist eine Art der wirtschaftlichen Kriegsführung. Hinzu kommt die Tatsache, daß die US-Regierung in den letzten beiden Jahren ihre Pressionen gegen Kuba noch gesteigert hat. Zum Beispiel verhindern die USA den Export von Baumaterial, das gebraucht wird, um die Hurrikan-Schäden zu beheben. Auf der anderen Seite finanzieren sie sogenannte Oppositionelle, die dadurch faktisch zu Söldnern werden. Sie werden dafür bezahlt, Kuba als antidemokratisch darzustellen. Die große Mehrheit der Bevölkerung steht aber hinter der Revolution.

Wie könnte sich die Großwetterlage durch die Wahl von Barack Obama zum Präsidenten der USA verändern?

Das ist im Moment schwer zu sagen. Wir müssen abwarten, wie sich die Politik der neuen Regierung jetzt artikuliert. Tatsache ist aber, daß Kuba zehn US-Regierungen überlebt hat. Tatsache ist auch, daß die Blockade von einem Demokraten eingeführt wurde – nämlich von John F. Kennedy. Verschärfungen wie das Torricelli-Gesetz 1992 und das Helms-Burton-Gesetz 1996 gehen ebenfalls auf die Kappe der Demokraten.

Wir halten aber unbeirrt an der Revolution fest, sie ist das Erfolgsrezept für unser Land. Die meisten Kubaner vergleichen ihr Land und ihren Lebensstandard nicht mit Europa oder den USA, sondern mit dem Rest Lateinamerikas. Und da ist ein Land, in dem es keine Analphabeten, einen sehr hohen Bildungsstandard, ein sehr kultiviertes Volk und ein kostenloses Gesundheitswesen für alle gibt, eben ein Vorbild. Und diese Erfolge sind Resultate der Revolution. Vorher war es für die meisten Kubaner nicht selbstverständlich, eine Schule zu besuchen.

Lassen Sie uns abschließend noch ein anderes Thema erörtern: die Gleichberechtigung. In welchen Bereichen ist das Stichwort »Machismo« heute noch ein Thema? Wie weit ist aus Ihrer Sicht die Gleichberechtigung von Mann und Frau auf Kuba ökonomisch, sozial und politisch fortgeschritten?

So weit, daß es heute kaum noch ein Thema der Diskussion ist. Schon vor dem Sieg der kubanischen Revolution waren Frauen aktiv an ihr beteiligt. Wir haben auch keine Mindestfrauenquote gebraucht, um heute immerhin 47 Prozent Frauen im Parlament zu haben. An den 50 Prozent arbeiten wir noch – aber ich denke, daß wir das früher oder später auch erreichen, ohne dafür eine Quote festzulegen. Die Frauen werden gewählt, weil sie sich die Achtung erkämpft haben. Auf Kuba sind sie vielleicht gerade wegen ihrer früheren Unterdrückung – bis vor wenigen Jahrzehnten – besonders motiviert, den Fortschritt aktiv zu gestalten. Es gibt viele kubanische Haushalte, in denen die Frau mehr verdient als ihr männlicher Partner. Das »Mutterschaftsgeld« kann inzwischen auch von Vätern in Anspruch genommen werden – und es entscheidet sich auch eine wachsende Zahl von Männern dafür. Selbst 54,3 Prozent der kubanischen Universitätsabsolventen im naturwissenschaftlichen Bereich sind heute Frauen. Aber natürlich existieren trotz dieses Fortschritts noch Reste der Gewohnheiten, die sich in 500 Jahren eingeschliffen haben.

Wo macht sich das zum Beispiel bemerkbar?

Zum Beispiel ist die Hausarbeit nicht überall zwischen den Partnern aufgeteilt. Obwohl das Bewußtsein dafür zugenommen hat, daß der Mann im Haushalt nicht nur freundlicherweise der Frau helfen soll, sondern daß beide in gleicher Weise dafür zuständig sind. In der Praxis wird es nicht immer so selbstverständlich umgesetzt. Auf Kuba war der »Machismo« traditionell sehr stark. Und es wird natürlich auch weiterhin einen Frauenverband geben.


Samstag, 29. Nov: Containerverladung

24. November 2008

bandera-frotando_03Endlich ist die lange erwartete Freigabe eingetroffen; wir laden am SAMSTAG 29. November ab 9.30 (der Container wird zwischen 10.oo und 10.30 eintreffen). Die Arbeit wird nicht sehr heftig sein,
denn wir haben gestern Nachmittag beinahe alles auf Paletten gepackt und mit Folie umwickelt.
Das kann dann alles per Hubwagerl und Stapler eingeladen werden, lediglich die Wäschsäcke, Matratzen und Rollstühle müssen wieder per „Ameisenkette“ bewältigt werden. Wir haben noch zahlreiche Spenden in der Gemeinde Eberschwang und im Bauhof eingelagert und wenn das Wetter einigermaßen mitspielt, werden wir diese Paletten bereits am Freitag ins Ziegelwerk bringen
wenn´s schlecht ist, können wir dies erst am Samstag Früh machen; daher die Bitte, bereits eine Stunde vor Containerlieferung im Lager zu sein.
Ich ersuche euch alle (wenn´s geht) uns am SAMSTAG Vormittag bei der Beladung zu helfen.

Mit solidarischen Grüssen,

Stefan


Hu Jintao bei Fidel Castro

20. November 2008

redglobe1

 

Redglobe, Mittwoch, 19. November 2008

hu_fidelIm Rahmen seiner Fünf-Länder-Reise durch Lateinamerika und Europa besucht der chinesische Präsident Hu Jintao auch Kuba. Am Dienstag trafen sich Hu und der frühere kubanische Präsident Fidel Castro zu einem langen, persönlichen Gespräch in Havanna. Castro wirkte dabei offensichtlich gesund und energiegeladen, wie die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua berichtet.

»Ich bin sehr erfreut dich wiederzusehen«, hatte Hu seinen Kollegen Fidel Castro begrüßt. Angesichts der Medienberichte über den Gesundheitszustand Fidels waren offenbar auch die chinesischen Kommunisten beunruhigt gewesen. »Die Genossen des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Chinas haben sich Sorgen um deine Gesundheit gemacht. Ich bringe ihre aufrichtigen Grüße und Wünsche«, richtete Hu aus, der Kuba zum zweiten Mal einen Staatsbesuch abstattet. »Ich sehe nun aber persönlich, dass du dich gut erholt hast und energiegeladen wirkst. Ich bin darüber sehr froh«, äußerte er gegenüber Fidel. Castro erwiderte: »Wir sind alte Freunde. Ich freue mich ebenfalls, dich so energiegeladen wie beim letzten Mal zu sehen!«

Fidel Castro habe ein halbes Jahrhundert die Kubaner  »in ihrem furchtlosen Kampf um den Schutz ihrer nationalen Souveränität und das Bleiben auf dem Pfad des Sozialismus« geführt, betonte Hu. Dadurch habe sich Castro den Respekt von Völkern in naller Welt verdient, auch den des chinesischen Volkes. »Deine Gedanken und deine Erfahrung werden das kubanische Volk führen, um den Weg des sozialistischen Aufbaus fortzusetzen«, zeigte sich Hu überzeugt. China werde Kubas gerechten Kampf stets unterstützen.

Die Beziehungen zwischen China und Kuba hätten dank der gemeinsamen Bemühungen von Generationen chinesischer Führer, von Mao Zedong über Deng Xiaoping und Jiang Zemin sowie Fidel Castro und anderen kubanischen Führungspersönlichkeiten, allen globalen Veränderungen standgehalten, betonte Hu. »Die brüderliche Freundschaft zwischen beiden Staaten und Parteien ist tief im Herzen unserer Völker verwurzelt«, betonte der chinesische Gast, der daran erinnerte, dass Kuba das erste Land Lateinamerikas gewesen sei, das vor 48 Jahren diplomatische Beziehungen mit der Volksrepublik aufgenommen habe. Neben vielen anderen Beispielen der Freundschaft und Partnerschaft hob Hu auch hervor, dass Kuba nach dem Mai-Erdbeben in Sichuan sofort ein Ärzteteam nach China entsandt habe. In einer Reflexion unter dem Titel »Der chinesische Sieg« habe Castro seine Unterstützung Chinas bei wichtigen Themen wie Taiwan, Tibet und den Olympischen Spielen gezeigt.

Fidel sagte, er und andere kubanische Genossen hätten mit großer Aufmerksamkeit »alles verfolgt, was sich in China ereignet« habe. Die Chinesen hätten mit ihrem notorischen Fleiß »jegliche Art unvorstellbarer Schwierigkeiten überwunden und große Errungenschaften beim Aufbau erzielt«. Zur globalen Finanzkrise bemerkte der kubanische Comandante: »China hat trotz allem eine gesunde Schwungkraft bei der Entwicklung seiner Wirtschaft behalten. Das zeigt, dass China das am besten darauf vorbereitete Land ist.« China sei die dynamischste Nation der Welt, und keine Kraft könne sie auf ihrem Weg nach vorne stoppen.

Vor seinem Besuch in Kuba hatte Hu Jintao am G20-Gipfel in Washington teilgenommen und Costa Rica besucht. Weiter stehen die Teilnahme am APEC-Gipfel in Lima und ein Besuch in Griechenland auf dem Reiseplan. 


Raúl Castro: Erstes Reiseziel Venezuela

19. November 2008

redglobe1Redglobe, Mittwoch, 19. November 2008 
Venezuela wird das erste Land sein, dass der kubanische Präsident Raúl Castro nach seiner Amtsübernahme besuchen wird. Das kündigte der venezolanische Präsident Hugo Chávez am Dienstag in Caracas an. »Ich freue mich sehr euch sagen zu können, dass Raúl Castro als Präsident Kubas das Land nicht verlassen hat, und vor wenigen Tagen wurde uns mitgeteilt, dass er nach Brasilien, China, Russland und andere Länder eingeladen ist, aber er wird kein anderes Land besuchen, bevor er nicht nach Caracas gekommen ist, bevor er nicht als Präsident Cubas Venezuela besucht hat«, sagte Chávez.

»Das wird in den nächsten Tagen passieren, wir werden das Datum bald ankündigen«, freute sich der venezolanische Präsident. »Von hier aus grüßen wir Raúl, den Präsidenten der Republik Cuba, und wir grüßen Fidel, den Anführer der Kubanischen Revolution, unseren Anführer, unseren Vater, unseren Genossen«, rief Chávez bei einer Kundgebung in Caracas aus und bat die Versammelten um einen kräftigen Applaus für seinen kubanischen Amtskollegen.

»Du wirst hier mit allen Ehren willkommen sein, Raúl, Comandante, Compañero, Genosse, Präsident und Freund«, schloß Chávez.

Ganz nebenbei dementierte Chávez damit auch deutsche und internationale Medien, die bereits über eine Krise in den Beziehungen zwischen Cuba und Venezuela spekuliert hatten, weil Raúl angeblich zuerst Brasilien und nicht Venezuela besuchen wolle… 


Container: die Vorbereitungsarbeiten stocken

17. November 2008

bandera-frotando_03Kommenden Freitag, 21. November, finden ab 13:00 Uhr im Lager in Eberschwang die letzten Vorbereitungsarbeiten für die Containerbeladung statt.

Wann der Container selbst beladen wird, ist zur Zeit unklar: der ursprüngliche Termin, Samstag, 22.11., kann nicht gehalten werden, von der kubanischen Seite fehlt leider nach wie vor die Freigabe. Als Ersatztermin ist derzeit der Samstag, 29.11. vorgesehen – mal sehen, ob es klappt.


Basler Zeitung vs. Kuba

14. November 2008

headerjpguebel – 12. November, 08:36 – Medien in: http://redblog.twoday.net/

Einen interessanten Artikel hat die Basler Zeitung über die kubanische Berichterstattung zu den US-Wahlen veröffentlicht. Oscar Alba behauptet in seinem Bericht, dass der Wahlsieg von Barack Obama von den kubanischen Medien totgeschwiegen und „Obamas glorreicher Sieg“ nur „eine Notiz unter vielen anderen“ war.

Ein Blick in die kubanischen Zeitungen vom 5. November 2008 zeigt jedoch ein anderes Bild. Auf der Frontseite der auflagenstärksten Zeitung Granma wird nicht nur auf einen ausführlichen Bericht im Blattinneren hingewiesen, sondern auch auf eine Spezialsendung der populären Informationsprogramms Mesa Redonda zum Ausgang der Wahlen, welche auf den Sendern Cubavisión, el Canal Educativo, Cubavisión Internacional, Radio Rebelde und Radio Habana Cuba ausgestrahlt wurde.

Außerdem hat sich der zukünftige US-Präsident nach der Wahl noch nicht zu Kuba geäußert, aber seine Berater, die für außenpolitische Fragen zuständig sind, stammen Großteils aus der Clinton-Ära. Eine Änderung der Kuba-Politik ist aus diesem Grund unwahrscheinlich. Das bestätigte Obama auch selbst bei einer Rede vor der Cuban-American National Foundation in die er die Beibehaltung der Blockade bestätigt.

Eine kleine Hoffnung besteht trotzdem, denn Barack Obama will die Einreisebestimmungen für US-Kubaner erleichtern und somit die Verschärfung der Blockade unter George W. Bush teilweise zurücknehmen.


Fidel und Kolumbien

14. November 2008

redglobe1Fidel veröffentlicht Buch über Konflikt in Kolumbien
Mittwoch, 12. November 2008 in: www.redglobe.de
Juventud Rebelde, 12. November 2008

Komplettdownload des Buches (in spanischer Sprache) bei cubadebate.cu: Hier klicken

081112jrebeldeWie die kubanische Tageszeitung Juventud Rebelde meldet, wird heute abend um 18.30 Uhr (Ortszeit) im Kongresspalast von Havanna das Buch „Der Frieden in Kolumbien“ vorgestellt. Autor dieses Werks, in dem der Zeitung zufolge erstmals die Inhalte wichtiger Dokumente und Interviews über die Bemühungen der Kubanischen Revolution für eine friedliche Lösung des Konflikts in Kolumbien vorgestellt werden, ist niemand geringeres als der langjährige kubanische Präsident Fidel Castro.

fi52vfqlDie Aufmerksamkeit für dieses Buch, in das Fidel 400 Stunden Arbeit gesteckt hat, ist gross. Das kubanische Fernsehen Cubavisión, der Satellitenkanal Cubavisión Internacional, Radio Rebelde und der Auslandssender Radio Habana Cuba übertragen die Buchvorstellung live, der Bildungskanal des kubanischen Fernsehens zeigt nach seinem regulären Programm eine Aufzeichnung der Veranstaltung.

Neben den verschiedenen Dokumenten enthält das Buch auch persönliche Erinnerungen des Comandante, in denen er die Geschichte der kubanisch-kolumbianischen Beziehungen Revue passieren lässt.

Auch bei der Internationalen Buchmesse in Caracas sind die Texte Fidels ein Renner. Der Verlag Ocean Sur stellt in Venezuela die Bücher „Fidel Castro – Antología Mínima“ (Minimale Auswahl) und „Venezuela und Chávez“ vor. Während das erste Buch die wichtigsten Reden und Reflexionen des Comandante zwischen dem Sieg der Revolution am 1. Januar 1959 und dem August 2008 enthält, sind im zweiten Buch Fidels Briefe, Schriften und Reden enthalten, die dieser der südamerikanischen Nation gewidmet hat. Gerade die Nachfrage nach der „Antología Mínima“ sei riesig, so ein Verlagssprecher gegenüber der kubanischen Agentur Prensa Latina. Obwohl das Buch erst am Freitag offiziell vorgestellt werden solle, habe der Verlag nur noch wenige Exemplare übrig.

Ein weiterer Renner des Verlags bei der Buchmesse in Caracas sei außerdem „Manifiestos“, in dem das Manifest der Kommunistischen Partei von Karl Marx und Friedrich Engels, „Sozialreform oder Revolution“ von Rosa Luxemburg sowie Che Guevaras „Der Sozialismus und der Mensch in Cuba“ enthalten sind.